Taunussteiner Energiewende

AKTE - ArbeitsKreis Taunussteiner Energiewende

5. News­let­ter zum Antrag von CDU/​FDP/​FWG an die Stadt­ver­ord­ne­ten-Ver­samm­lung am 18.04.13

ENERGIEWENDE JA BITTE-2Die Euro­päi­sche Uni­on, die Bun­des­re­gie­rung, das Land Hes­sen und die über­wäl­ti­gen­de Mehr­heit der Bürger/​Innen wol­len die Ener­gie­wen­de in Deutsch­land, in Hes­sen und in der Regi­on.

Hier in Tau­nus­stein hin­ge­gen wol­len CDU/​FDP/​FWG mit einem Antrag an die Stadt­ver­ord­ne­ten­Ver­samm­lung am 18.04.13 aus der Koope­ra­ti­on mit Wies­ba­den und Hes­sen-Forst aus­stei­gen. Das bedeu­tet fak­tisch, sie wol­len Tau­nus­stei­ner Flä­chen nicht für Wind­rä­der ver­pach­ten, somit den Nut­zen und die Ein­fluss­mög­lich­kei­ten für die Stadt Tau­nus­stein auf­ge­ben und sich GEGEN den mehr­heit­li­chen Bür­ger­wil­len stel­len. Wel­che Fol­gen das für unse­re regio­na­le Ener­gie­ver­sor­gung und Ener­gie­wen­de haben wür­de, dar­auf möch­ten wir Euch aus die­sem aktu­el­len Anlass noch ein­mal auf­merk­sam machen:

Das wären die Fol­gen für Tau­nus­stein:
Die CDU/​FDP/​FWG wür­den die Ver­ant­wor­tung dafür tra­gen, dass die Ener­gie­wen­de in der Regi­on ver­zö­gert und die Rah­men­be­din­gun­gen für die kom­mu­na­le Ener­gie­wen­de mit demo­kra­ti­scher Bür­ger­be­tei­li­gung zer­stört wer­den. Auf die­se Wei­se wür­den CDU/​FDP/​FWG wich­ti­ge Chan­cen für unse­re Ener­gie­wen­de, aber auch für die loka­le Wert­schöp­fung ver­tun.

Tau­nus­stein wür­de sei­nen Ein­fluss auf die Wind­kraft­nut­zung im Tau­nus ver­lie­ren, wenn wir die inter­kom­mu­na­le Zusam­men­ar­beit mit Wies­ba­den und Hes­sen-Forst ein­sei­tig auf­kün­di­gen. Dies wird auch dem von Wind­kraft­kri­ti­kern befürch­te­ten Wild­wuchs“ Vor­schub leis­ten. Zudem wür­de Tau­nus­stein nicht von der Wert­schöp­fung der Wind­rä­der pro­fi­tie­ren, die auf Hes­sen­forst-Gelän­de den­noch gebaut wer­den dürf­ten.

CDU/​FDP/​FWG wür­de dazu bei­tra­gen, dass das öffent­lich genann­te, ange­streb­te Kli­ma­ziel Tau­nus­steins 20:20:20“ in wei­te Fer­ne rückt. Somit stün­de nicht nur die Glaub­wür­dig­keit der CDU/​FDP/​FWG in Fra­ge, son­dern auch ihrer Stadt­ver­ord­ne­ten.

Im Dezem­ber 2008 hat sich die Euro­päi­sche Uni­on auf ein Richt­li­ni­en- und Ziel­pa­ket für Kli­ma­schutz und Ener­gie geei­nigt, wel­ches ambi­tio­nier­te Ziel­vor­ga­ben bis 2020 ent­hält (häu­fig als 20 – 20-20-Zie­le” bezeich­net). Dem­nach gel­ten bis zum Jahr 2020 die fol­gen­den euro­pa­wei­ten Vor­ga­ben:
20 % weni­ger Treib­haus­gas­emis­sio­nen als 2005
20 % Anteil an erneu­er­ba­ren Ener­gi­en
20 % mehr Ener­gie­ef­fi­zi­enz”

CDU/​FDP/​FWG trü­gen die Ver­ant­wor­tung dafür, dass die Wind­ener­gie als die flä­chen spa­rends­te,
umwelt­schon­ends­te, unge­fähr­lichs­te und effek­tivs­te Form der Strom­erzeu­gung an dem nach­weis­lich effek­tivs­ten Stand­ort (Höhe des Tau­nus) nicht für unse­re Regi­on genutzt wür­de.

Und wie kom­men die­se Par­tei­en dazu ?
Die CDU/​FDP/​FWG benut­zen die Paro­len der Kli­ma­l­eug­ner (auch aus dem Ver­ein Ret­tet den Tau­nus­kamm) aus Engen­hahn dazu, die Ener­gie­wen­de in Tau­nus­stein aus­zu­brem­sen. Das wol­len wir uns nicht bie­ten las­sen ! Hier wird über unse­re Köp­fe hin­weg Lob­by­ar­beit betrie­ben oder es wer­den ego­is­ti­sche Inter­es­sen über das Wohl der Stadt Tau­nus­stein und der Regi­on gestellt.

Und auch unse­re gut­gläu­bi­gen Tau­nus­stei­ner Bürger/​Innen und Politker/​Innen, die den Wind­rä­dern auf dem Tau­nus­kamm ein­fach nur skep­tisch gegen­über­ste­hen, spie­len dabei nur eine Neben­rol­le. Ihnen geht es dar­um, die regio­na­le Ener­gie­wen­de zu stop­pen, dafür wird viel Ener­gie und Geld ein­ge­setzt.

Beson­ders dreist fin­den wir, dass hier in der Öffent­lich­keit bereits das AUS für die Wind­kraft aus­ge­ru­fen wur­de, BEVOR über­haupt ein demo­kra­ti­scher Beschluss der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung gefasst wur­de.

Dar­über hin­aus scheint BM Hof­na­gel den Ver­wal­tungs­an­ge­stell­ten in Tau­nus­stein bereits vor 2 Wochen einen Maul­korb“ zum The­ma Wind­kraft in Tau­nus­stein ver­passt zu haben: wir woll­ten den Pro­jekt­ver­ant­wort­li­chen für Tau­nus­stein inner­halb der Tau­nus­wind GmbH zu einer Ver­an­stal­tung Pro­Wind“ ein­la­den: er hat uns abge­sagt, mit der Begrün­dung, er habe eine ent­spre­chen­de Anwei­sung erhal­ten. Ist das jetzt die neue Gang­art“ der CDU Tau­nus­stein?

Mit ihrer weit rei­chen­den Ent­schei­dung aber tra­gen die Stadt­ver­ord­ne­ten eine gro­ße Ver­ant­wor­tung nicht nur bis zur nächs­ten Wahl, son­dern weit dar­über hin­aus. Es geht um eine lebens­wer­te Zukunft für unse­re Kin­der und Enkel und den nach­hal­ti­gen Schutz unse­rer viel­fäl­ti­gen Tier- und Pflan­zen­welt vor dem von Men­schen gemach­ten Kli­ma­wan­del. Aus die­sem Grund haben wir einen offe­nen Brief an alle Stadt­ver­ord­ne­ten geschickt, in dem wir die Stadt­ver­ord­ne­ten auf­for­dern, die­sem Antrag nicht zuzu­stim­men!

Mög­lichst vie­le von Euch soll­ten ihre bekann­ten Stadt­ver­ord­ne­ten-Ver­tre­ter/In­nen auf­for­dern, sich klar von den Kli­ma­l­eug­nern aus Engen­hahn-Wild­park zu distan­zie­ren, sich end­lich ver­ant­wort­lich für die Inter­es­sen aller Bürger/​Innen ein­zu­set­zen und den Taunussteiner/​Innen ihr Ener­gie­wen­de-Kon­zept vor­zu­le­gen!

Kommt zahl­reich zur Stadt­ver­ord­ne­ten-Ver­samm­lung am 18.04.13, mög­lichst früh: 17:15 Uhr, es geht um die Fort­set­zung der Tau­nus­stei­ner Ener­gie­wen­de!

Wir haben uns zwi­schen­zeit­lich auch mit ver­schie­de­nen Wies­ba­de­ner Initia­ti­ven ver­netzt, um auch mit unse­ren Nach­bar-Kom­mu­nen Aktio­nen FÜR die regio­na­le Ener­gie­wen­de durch­zu­füh­ren: gemein­sam haben wir das Bünd­nis Ener­gie­wen­de Taunusstein/​Wiesbaden gegrün­det und wer­den gemein­sam in der Öffent­lich­keit agie­ren.

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