Taunussteiner Energiewende

AKTE - ArbeitsKreis Taunussteiner Energiewende

Erkun­dung der Wind­kraft­stand­or­te auf der Hohen Wur­zel

HoheWurzel -2013-05-18 -023

Forst­wirt­schaft­li­che Mono­kul­tur
Eine der mög­li­chen Stand­or­te

Auf Anre­gung des Bünd­nis­ses Ener­gie­wen­de Wies­ba­den Tau­nus“ tra­fen sich am Sams­tag den 18.5.2013 ca. 20 Inter­es­sier­te aus Wies­ba­den, Nie­dern­hau­sen und Tau­nus­stein zu einer Fuß-Exkur­si­on um mög­li­che Stand­or­te für Wind­kraft­an­la­gen (WKA) im Bereich der Hohen Wur­zel abzu­ge­hen. Jeweils 3 Stand­or­te befin­den sich am west­li­chen Hang (west­lich der Stra­ße zwi­schen Tau­nus Wun­der­land und Forst­amt Chaus­see­haus), auf der Hoch­flä­che nörd­lich des Funk­turms, sowie am öst­li­chen Hang der Hohen Wur­zel (süd­west­lich der Eiser­nen Hand).

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Blick auf einen wei­te­ren mög­li­chen Stand­ort für eine Wind­kraft­an­la­ge

Hier­bei han­delt es sich nur um Stand­or­te auf den von der Tau­nus­wind GmbH als geeig­net bezeich­ne­ten Poten­ti­al­flä­chen. Im Gegen­satz zur ursprüng­li­chen Pla­nung der Tau­nus­wind wur­den nun wegen des Aus­stiegs der Stadt Tau­nus­stein nur noch Stand­or­te auf Flä­chen des Hes­si­schen Staats­fors­tes berück­sich­tigt. Die Aus­schluss­kri­te­ri­en hin­sicht­lich Richt­funk und der vor­ge­schrie­be­nen Abstän­den zur Wohn­be­bau­ung (min. 1 km) wur­den über­nom­men.
Beson­de­res Augen­merk lag bei der Bege­hung auf dem Bewuchs im Bereich der mög­li­chen WKA-Stand­or­te. Dazu ist gene­rell fest­zu­stel­len, dass der Wald im Bereich aller Stand­or­te, wie ins­ge­samt auf der Hohen Wur­zel, forst­lich genutzt wird. Es kom­men dort zumin­dest nach einer ers­ten Betrach­tung weder sehr alte Bäu­me noch ste­hen­des Tot­holz vor. Von 200-jäh­ri­gen Buchen“ oder gar Urwäl­dern“, die immer wie­der durch die öffent­li­che Dis­kus­si­on geis­tern, kann an den betrach­te­ten Stand­or­ten an der Hohen Wur­zel kei­ne Rede sein – viel­mehr steht dort forst­lich genutz­ter Wirt­schafts­wald. Die in Betracht gezo­ge­nen Flä­chen erschei­nen daher für eine Errich­tung von WKA grund­sätz­lich geeig­net.

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Teil­neh­mer der Exkur­si­on an einem wei­te­ren als für WKA geeig­net gekenn­zeich­ne­ten Punkt

Selbst­ver­ständ­lich möch­te das Bünd­nis der natur­schutz­fach­li­chen Prü­fung durch Exper­ten sowie der Beur­tei­lung von Hes­sen-Forst nicht vor­grei­fen, es sieht jedoch nach ers­ter Ein­schät­zung kei­ne unmit­tel­bar erkenn­ba­ren Aus­schluss­grün­de für die Errich­tung von Wind­kraft­an­la­gen. Es gibt im Bereich der Hohen Wur­zel meh­re­re poten­zi­el­le Wind­kraft­stand­or­te, die zügig (wei­ter-) geprüft wer­den soll­ten, um die drin­gend erfor­der­li­che loka­le Ener­gie­wen­de vor­an­zu­brin­gen.

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Über­rascht waren die Teil­neh­mer dar­über, wie wenig ande­re Aus­flüg­ler zu Fuß oder per Fahr­rad unter­wegs waren, kaum 20 Per­so­nen in über 4 Stun­den – am Pfingst­wo­chen­en­de bei bes­ten Wet­ter­be­din­gun­gen! Da sich auf der Hohen Wur­zel weder ein Aus­flugs­lo­kal oder ein ande­rer tou­ris­ti­scher Anzie­hungs­punkt befin­det, ist die­ses Gebiet für die Wind­kraft­nut­zung auch unter dem Gesichts­punkt Nah­erho­lung ver­gleichs­wei­se gut geeig­net.


Wind­kraft Stand­or­te Hohe Wur­zel Tau­nus auf einer grö­ße­ren Kar­te anzei­gen

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