An alle Stadtverordneten Taunussteins!
Sehr geehrte Damen und Herren Stadtverordneten,
die Bundesregierung, das Land Hessen und die überwältigende Mehrheit der Bürgerlinnen wollen die Energiewende in Deutschland, in Hessen und in der Region. Die Taunussteiner CDU/FDP/FWG will sich nun mit einem Antrag, Taunussteiner Flächen nicht für Windräder zu verpachten, GEGEN diesen Volkswillen stellen.
Werden SIE nicht wortbrüchig und halten SIE sich an die mit der Stadt Wiesbaden und Hessen-Forst getroffenen Vereinbarungen. Ziehen SIE Ihren Antrag zurück oder stimmen SIE dagegen. Positionieren Sie sich klar FÜR die kommunale Energiewende mit demokratischer Bürgerbeteiligung und legen Sie ein Konzept hierzu vor. Denn:
•Ansonsten würden SIE die Verantwortung dafür tragen, dass die Energiewende in der Region verzögert und die Rahmenbedingungen für die kommunale Energiewende mit Bürgerbeteiligung zerstört werden. Auf diese Weise würden SIE wichtige Chancen für unsere Energiewende, aber auch für die lokale Wertschöpfung vertun.
•SIE müssen sich darüber klar sein, dass Taunusstein seinen Einfluss auf die Windkraftnutzung im Taunus verliert, wenn wir die interkommunale Zusammen arbeit mit Wiesbaden und Hessen-Forst einseitig aufkündigen. Dies wird auch dem von Windkraftkritikern befürchteten “Wildwuchs” Vorschub leisten. Zudem würde Taunusstein nicht von der Wertschöpfung der Windräder profitieren, die auf Hessenforst-Gelände dennoch gebaut werden dürften.
•SIE würden dazu beitragen, dass das öffentlich genannte, angestrebte Klimaziel Taunussteins “20:20:20” in weite Ferne rückt. Somit stünde nicht nur die Glaubwürdigkeit der CDU/FDP/FWG in Frage, sondern auch Ihre eigene.
•SIE trügen die Verantwortung dafür, dass die Windenergie als die flächen sparendste, umweltschonendste, ungefährlichste und effektivste Form der Stromerzeugung an dem nachweislich effektivsten Standort (Höhe des Taunus)
nicht für unsere Region genutzt würde.
Bitte bedenken SIE: mit Ihrer Entscheidung tragen SIE eine große Verantwortung nicht nur
bis zur nächsten Wahl, sondern weit darüber hinaus. Es geht um eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder und Enkel und den nachhaltigen Schutz unserer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt vor dem von Menschen gemachten Klimawandel.

