Taunussteiner Energiewende

AKTE – ArbeitsKreis Taunussteiner Energiewende

18. November 2022
von AKTE
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Auf was warten wir? Aufbruch zu „Taunusstein wird erneuerbar“ & Energiewende als Mannschaftssport – wie Energiegenossenschaften den lokalen Klimaschutz voranbringen – Energiegenossenschaft Starkenburg eG

Energiewende als Mannschaftssport – wie Energiegenossenschaften den lokalen Klimaschutz voranbringen

Am Beispiel der südhessischen Energiegenossenschaft Starkenburg soll gezeigt werden, welche Dynamik Bürger entfalten können, wenn sie gemeinschaftlich Klimaschutzprojekte vor Ort umsetzen.

In Südhessen sind die „Starkenburger“ schon über 10 Jahren aktiv und haben dabei bereits mehr als 20 Mio. Euro in die unterschiedlichsten Projekte zur Erzeugung von Erneuerbare Energien investiert. Dieses Finanzierungsvolumen haben die mehr als 1.10 Mitglieder gemeinschaftlich gestemmt.

Die Referenten Georg Schumacher und Micha Jost berichten von Projektbeispielen aus dem Bereich Windkraft, Fotovoltaik und Biomasse. Zusätzlich werden die Vorteile der genossenschaftlichen Unternehmensform vorgestellt. Der Vortrag gewährt auch Einblicke in die Projektentwicklung und zeigt, wie man mit dem „Zwiebelschalenprinzip“ die lokale Bürgerbeteiligung fair organisiert.

Weitere Infos: Energiegenossenschaft Starkenburg eG www.energiestark.de

Abschlussveranstaltung mit Interviews, Resümees und Diskussionen.

Was können wir aus den Erfahrungen der vergangenen zwei Wochen lernen? Welche politischen Forderungen lassen sich daraus ableiten? Was muss getan werden, damit die Stadt Taunusstein endlich ihrer Verpflichtung zur Einhaltung des 1,5°-Ziels nachkommt?
Ist die Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft eine Option, die die Energiewende in Taunusstein voranbringt?

Unsere Botschaften

Was sind unsere Themen? Was wollen wir erreichen? Wen sprechen wir an?

It’s real

„Houston, we have a problem“. – Der Klimawandel ist real, und er ist bedrohlich.

Die wissenschaftlichen Belege dafür, dass wir uns durch die großen Emissionen von Treibhausgasen in einen gefährlichen Zustand unkontrollierter Klimaveränderungen gebracht haben, sind inzwischen überwältigend und eindeutig. Ein Zweifel, dass wir, d.h. die gesamte Menschheit, ein ernstes Problem haben, ist nicht mehr angesagt.

Es ist dringlich

Dringlichkeit

Der Klimawandel kommt nicht erst in ferner Zukunft. Zum einen ist er jetzt schon da, wie die vielen weltweiten Wetterkapriolen zeigen, zum anderen wird er von Jahr zu Jahr massiver, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Abwarten ist daher keine Lösung. Darauf zu hoffen, dass uns irgendwann etwas einfällt was das Problem ohne eine Änderung unserer Gewohnheiten löst, ist Augenwischerei. Das Klimaproblem verschwindet nicht von alleine – im Gegenteil.

Wer ist schuld

Wer ist schuld? Wer ist verantwortlich?

Kurz gesagt: Wir. Wir alle. Wir, die Industriestaaten, haben bisher den größten Beitrag an Treibhausgasen produziert, und wir sind es auch, die zeigen können und müssen, dass es auch anders geht. Wir haben das Know-how und das Geld, es zu tun. Das Einzige, was uns fehlt, ist die Entschlossenheit.

Können wir das stoppen?

Kann der Klimawandel überhaupt noch abgewendet werden?

Der Klimawandel ist schon im Gang, und er wird sich verstärken. Ganz stoppen können wir ihn nicht mehr. Aber wir können die Dynamik aufhalten und verhindern, dass die zukünftigen Katastrophen große Landstriche unbewohnbar machen werden.

Geht das technisch?

Geht das technisch überhaupt?

Ja. Die Technik ist verfügbar und das Potenzial an erneuerbaren Energien ist weltweit sehr viel größer als unser Energieverbrauch. Aber wir müssen unsere Kraftwerke und unsere Infrastruktur umstellen. Das dauert Zeit und kostet sehr viel Geld. Ein Grund mehr, unverzüglich daranzugehen.

Geht das ökonomisch?

Können wir uns das leisten?

Ja. Es ist eher anders herum: wir können uns die bisherige Versorgung mit fossilen Energien nicht mehr leisten, weil die Kosten für die Schäden, die sie anrichten, viel höher sind als die Kosten für die Umstellung auf Erneuerbare. Mittel- und langfristig sind erneuerbare Energien sogar betriebswirtschaftlich billiger als die fossile und atomare Energienutzung.

Plünderung umsonst?

Plünderung ist nicht umsonst

Lange Zeit sind wir davon ausgegangen, dass die Plünderung des Planeten für uns folgenlos sei. Doch die fortgesetzte Plünderung bekommen wir nicht umsonst. Langfristig werden wir für diese Plünderung nicht nur mit einem Verlust an Lebensqualität bezahlen, sondern ganz banal auch mit Geld. Die langfristigen Kosten des Klimawandels übersteigen die Kosten für den Umbau unserer Energie-, Verkehrs-, Agrar- und Industriesysteme bei weitem. Der Grund, warum wir trotzdem nicht handeln liegt auch darin, dass die Zeche bisher meist nicht diejenigen bezahlen müssen, die den Schlamassel angerichtet haben. Doch auch dies beginnt sich zu verändern, denn auch wir müssen immer öfter für die Schäden tief in die Tasche greifen.

Zerstörungsprozesse

Nicht Krise, sondern Zerstörungsprozess

In der Regel sprechen wir beim Klimawandel und anderen ökologischen Problemen von einer Krise. Eine Krise suggeriert jedoch, dass es innerhalb eines Systems eine Funktionsstörung gibt, die zeitlich begrenzt und mit geeigneten Maßnahmen überwindbar ist. Wäre der Klimawandel innerhalb unseres Wirtschaftssystems in absehbarer Zeit zu bewältigen, dann könnte man ihn als Krise bezeichnen.
Tatsächlich sind Klimawandel und Artensterben aber fortschreitende Prozesse, die tief mit unserer Lebens- und Wirtschaftsweise verknüpft sind, und für die es innerhalb des Systems auch keine schnelle Lösung zu geben scheint. Daher sollte man eher von einem ökologischen Zerstörungsprozess als von einer Krise sprechen. In diesem Zerstörungsprozess sind wir, die Menschen, die Ursachen und Antreiber, und nur wir können den Zerstörungsprozess verlangsamen und stoppen. Dazu wäre allerdings eine tiefe Einsicht in die Folgen unseres Tuns notwendig. Daran hapert es (noch), nicht nur bei uns, sondern fast überall auf der Welt.

Multiple Zerstörung

Multiple Zerstörungsprozesse am Werk

Kennzeichnend für die aktuelle Situation ist, dass wir nicht nur einem einzigen ökologischen Zerstörungsprozess gegenüberstehen, und dass dieser nicht mehr nur lokal begrenzt ist (wie früher das Waldsterben, die Gewässerverschmutzung, die Müllberge), sondern dass wir es inzwischen mit mehreren globalen Zerstörungsprozessen zu tun haben, die sich zudem noch gegenseitig bedingen und antreiben. Zu dem Problem des Klimawandels kommen das Artensterben, die weltweite Bodenerosion und Bodenverknappung, die Meeresverschmutzung und die Überfischung sowie unser Umgang mit den Ressourcen – von der Gewinnung bis zum Wegwerfen – hinzu. All dies überfordert nicht nur das Ökosystem des Planeten, es überfordert mitunter auch unsere Auffassungsgabe, sowohl intellektuell als auch emotional. Doch trotz der Größe der Aufgabe können wir handeln, und sollten es daher auch tun.

Was tun?

Was müsste passieren?

Wir müssten zuallererst und sofort den Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich beschleunigen. Dass dies geht, haben wir vor zehn Jahren schon gezeigt. Da waren die Zubauraten deutlich größer als heute. Danach hat die Politik erst die Solarenergie und dann die Windenergie ausgebremst. Inzwischen sind so viele Hürden aufgebaut worden und es wurde so viel Stimmung gegen die Erneuerbaren erzeugt, insbesondere gegen die Windenergie, dass wir das nur noch mit einem gemeinsamen Kraftakt packen. Aber dies lohnt sich.

Warum tun wir es nicht?

Warum machen wir es dann nicht?

Gute Frage. Vor dem Krieg in der Ukraine wurde behauptet, dass die Energiewende zu teuer wäre. Heute zahlen wir ein Mehrfaches von dem, was die erneuerbaren Energien kosten, weil fossiles Gas und Öl knapp geworden sind. Das Geldargument hat nie gestimmt – und ist bereits jetzt hinfällig. Bestimmte Gruppen betreiben seit vielen Jahren eine systematische Verunglimpfung der erneuerbaren Energien in der Öffentlichkeit. Auch dies behindert die dringend notwendige Energiewende.

Taunusstein

Warum machen wir das nicht in Taunusstein?

Die politische Mehrheit in Taunusstein blockiert den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien seit vielen Jahren, nicht nur bei der Windenergie. Dies geschieht zum Teil aus ideologischen Gründen, zum Teil aus Unkenntnis. Tatsache ist aber, dass Taunusstein den bundesweit vorgegebenen wie auch den selbst gesteckten Zielen zum Klimaschutz weit hinterherhinkt. Die Polemiken und Falschaussagen zur Windkraft haben den gesellschaftlichen Dialog vergiftet. Darüber hinaus gibt es kaum Ansätze, wirklich effektiven Klimaschutz in Taunusstein zu betreiben.
Bisher kamen die politischen Entscheidungsträger mit ihrer Hinhaltetaktik durch. Doch diese Politik hat keine Zukunft, und sie ist nicht enkeltauglich. Wir wollen dazu beitragen, das zu ändern, und hoffen dabei auf eine breite Unterstützung der Bevölkerung.

Verzicht oder Gewinn?

Verzicht oder Gewinn?

Seit Jahren wird im Zusammenhang mit Klimaschutzmaßnahmen von Verzicht geredet. Der übermäßige Einsatz von fossilen Energien könne nur durch Verzicht auf ein vertretbares Maß reduziert werden. Verzichten sollen die Menschen auf Flugreisen, den Verzehr von Fleisch und das Fahren überdimensionierter Autos. Auch wenn solche Forderungen gut begründet sind, rufen sie bei vielen Menschen doch erhebliche Abwehrreaktionen hervor. In den dann stattfindenden, oft überhitzten Diskussionen ist eine sachgerechte Lösungsfindung kaum noch möglich.
Hilfreich wäre es daher darauf hinzuweisen, dass es beim ökologischen Umbau nicht primär um Verzicht geht, sondern dass damit auch ein enormer Gewinn an Lebensqualität verbunden sein kann. Auch gegen die Einführung von Rauchgasreinigungsanlagen bei Kraftwerken oder die Katalysatoren bei Fahrzeugen wurde jahrelang polemisiert. Die Einführung des Rauchverbots in Gasstätten und öffentlichen Gebäuden galt trotz evidenter Vorteile jahrzehntelang als nicht durchsetzbar. Heute möchte die große Mehrheit der Bevölkerung auf diese Errungenschaften nicht mehr verzichten.

Wille des Volkes

Give the people what they want?

Unsere Demokratie hat zahlreiche und unbestreitbare Vorteile gegenüber autoritären politischen Systemen. Sie basiert auf der Legitimation der Machtausübung der politischen Vertreter*innen und der staatlichen Entscheidungen durch das Volk. Der „Wille des Volkes“ ist jedoch in der Realität eine nur schwer greifbare Umschreibung eines komplizierten Prozesses der gesellschaftlichen Willensbildung.
Durch die Abhängigkeit der Politik von z.T. kurzfristigen Stimmungen und Meinungsbildern, bleiben langfristig orientierte Entscheidungen mitunter auf der Strecke. Es ist daher unverzichtbar, die zum Teil herausfordernden Aufgaben angesichts der ökologischen Zerstörungsprozesse so zu thematisieren, dass sie nicht im Alltagstrubel der Politik untergehen, sondern als dauerhafter und unabdinglicher Auftrag für die gesamte Gesellschaft wahrgenommen werden.

Das gute Leben

Das gute Leben.

Jeder Mensch strebt nach Glück und möchte ein gutes Leben führen. Über die Frage, was ein gutes Leben beinhaltet, gehen die Meinungen naturgemäß sehr auseinander. Man kann jedoch aufbauend auf den durch die Psychologie gut erforschten, grundlegenden Bedürfnissen der Menschen schließen, dass zu einem guten Leben eine ausgewogene Mischung von Wertschätzung, Sicherheit, Verbindung und Lust gehören. Dazu ist materieller Wohlstand nur in einem gewissen Grad notwendig.
Wichtiger sind ab einem gewissen Wohlstand soziale Faktoren und eine gesunde und wohltuende Umwelt. Die Fixierung auf Wachstum, Reichtum und Konsum ist die Ursache für die fortschreitende ökologische Zerstörung, ohne dass sie den Wunsch nach einem guten Leben befriedigen kann. Hier benötigen wir neue Formen der Lebensweise und der Lebenserfüllung.

Zusammenfassung

Zusammengefasst

t’s real. It’s us. It’s bad. Experts agree. There’s hope.

Der Klimawandel ist Realität. Wir sind die Ursache. Er ist gefährlich.
Die Fachleute sind sich einig. Wir können noch etwas tun.
Die Plünderungswirtschaft ist nicht umsonst. Sie kostet uns und andere das Leben.
Unsere Lebens- und Wirtschaftsweise bedingt einen ökologischen Zerstörungsprozess, der uns auf Dauer unserer Lebensgrundlagen berauben wird. Ein Umsteuern würde nicht nur die Chance bieten, diesen Zerstörungsprozess zu bremsen oder gar anzuhalten, sondern könnte auch neue Chancen für ein gutes Leben für alle Menschen und Lebewesen auf der Erde liefern.
Wir sollten den Mut haben, diesen Schritt zu wagen – für uns, für unsere Kinder, für den Planeten.

17. November 2022
von AKTE
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Klima-Bündnis – Das Städtenetzwerk für effektiven Klimaschutz – Vortrag: Dipl.Ing-agr. Thomas Brose

Vortrag (Präsenz):

„Es führt kein Weg daran vorbei: Klimaschutz und Klimawandelanpassung müssen in kommunale Pflichtaufgaben überführt werden! Städte und Gemeinden sind verpflichtet, aktiv Schaden von der Bevölkerung abzuwenden, dazu gehören heute auch solche Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsmaßnahmen, die nur auf lokaler Ebene umgesetzt werden können. Den Verträgen wie dem Pariser Abkommen folgend, sind Städte und Gemeinden von Bund und Land mit entsprechenden Mitteln auszustatten, so wie es das Konnexitätsprinzip gesetzlich vorsieht.“

Das Klima-Bündnis hat mit Unterstützung zahlreicher Organisationen, unter anderem dem Städtetag Baden-Württemberg, Germanwatch, WWF, der Deutschen Umwelthilfe und der Klima-Allianz Deutschland, den Bundestagsabgeordneten und Regierungen der Bundesländer eine zentrale Forderung für den kommunalen Klimaschutz vorgelegt. In einem gemeinsamen Positionspapier rufen sie die Politik dazu auf, Klimaschutz und Klimaanpassung als kommunale Pflichtaufgabe(n) zu verankern.

Kommunen fordern Verankerung von Klimaschutz und Klimaanpassung als kommunale Pflichtaufgabe(n)

Entwickelt wurden die Forderungen vom Klima-Bündnis, das mehr als 560 Mitgliedskommunen (rund 54 % der Bevölkerung) in Deutschland vertritt. Diese Forderungen kommen rund eine Woche nach Veröffentlichung des dritten Entlastungspakets, das von vielen Seiten als unzureichend in Sachen Klimaschutz kritisiert wurde.

Das Positionspapier benennt zentrale Elemente, die für den Erfolg von kommunalem Klimaschutz und Klimaanpassung entscheidend sind. Hierzu gehören u.a. die Verankerung von Klimaschutz und Klimaanpassung als Ziele von überragendem öffentlichem Interesse in allen kommunalen Aufgabenfeldern, die flächendeckende Entwicklung und Umsetzung von ambitionierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepten sowie eine fördermittelunabhängige Grundfinanzierung für Investitionen und ausreichend Personal in allen Kommunen. Nur mit der Einführung konkreter kommunaler Pflichtaufgaben kann die notwendige Institutionalisierung von Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen.

Das Klima-Bündnis e.V. ist das größte europäische Städtenetzwerk zum Klimaschutz. Seit über 30 Jahren setzen Kommunen in Europa lokale Klimaschutzmaßnahmen um und reduzieren so ihre CO2-Emissionen. Gleichzeitig unterstützen sie durch ihre Mitgliedschaft zum Erhalt der Regenwälder beizutragen über die Zusammenarbeit mit den indigenen Völker in Amazonien. Auf internationaler Ebene beteiligt sich das Klima-Bündnis als einer von vielen Beobachtungsgruppen am internationalen Klimaprozess mit den jährlichen Klimakonferenzen, den COPs. Der Ansatz der lokalen Aktionen wird immer wichtiger und dringender und die aktuelle Energiekrise zeigt die Probleme, die durch fossile Abhängigkeiten entstehen. Das Klima-Bündnis bildet somit eine wichtige Brücke zwischen den verschiedenen Ebenen und setzt lokal konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz um.

Weitere Informationen

 Thomas Brose ist in Brasilien aufgewachsen und hat in Deutschland internationale Agrarwirtschaft studiert mit dem Abschluss als Dipl. Ing. agr. Danach hat er über den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) 3 ½ Jahre mit Kleinbauern im Nordosten Brasiliens gearbeitet.
Nach seiner Rückkehr hat er ein Aufbaustudium im Bereich Nichtregierungsorganisationen (Abschluss als Diplom-Entwicklungspolitologe) absolviert.
Seit 2000 arbeitet er in der Europäischen Geschäftsstelle des Klima-Bündnis der Europäischen Städte mit den indigenen Völker der Regenwälder als Referent für die globalen Themen der internationalen Klimapolitik und ist verantwortlich für die Kooperation mit den indigenen Organisationen in Amazonien (COICA) sowie der Informations- und Bildungsarbeit mit den Mitgliedskommunen in Europa.
Seit 2006 hat er zusätzlich Geschäftsführungsaufgaben in der Europäischen Geschäftsstelle des Klima-Bündnis übernommen.

Website: KLIMA-BÜNDNIS

17. November 2022
von AKTE
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Energie sparen mit finanzieller Förderung – Pascal Kinz – Gebäudeenergieberater (HWK)

Aufzeichnung eines Vortrags anlässlich unserer „Weltklimakonferenz COP27 in Taunusstein“

Energie sparen und öffentliche Zuschüsse erhalten. Was ist für welches Gebäude sinnvoll und wie lassen sich Sanierungsmaßnahmen miteinander verknüpfen? Ist eine Wärmepumpe möglich oder doch eine alternative Lösung sinnvoller? Alles rund um die Themen Energieberatung und Förderung.

Energieberater Kinz

17. November 2022
von AKTE
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Klimauhr – Die Zeit läuft uns davon – Karsten Friis und Schüler des Gymnasiums Bleidenstadt

Präsentation: Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schulen Untertaunus haben unter Leitung von Jochen Ferger eine Klima-Uhr hergestellt. Diese zeigt die Zeit an, die uns noch bleibt um das 1,5°C-Ziel zu erreichen.

Wie die Klima-Uhr genau funktioniert, was sie anzeigt und was es mit dem sich vor unseren Augen abspielende Anstieg des CO2 in der Atmosphäre auf sich hat, erklärt Karsten Friis vom Gymnasium Bleidenstadt. Anschließend soll gemeinsam darüber nachgedacht werden, wie die CO2-Uhr helfen kann, den Klimawandel mit seinen Folgeschäden besser zu verstehen. Auf der Grundlage dieser Einsichten können im Gespräch dann mögliche Handlungsalternativen entwickelt und erörtert werden.

Die CO2 Klima-Uhr begleitet die „Klimacamper“ auf ihrer Fahrradtour durch die Taunussteiner Stadtteile und wird dort, wo Station gemacht wird, zu sehen sein.

16. November 2022
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Newsletter zur Taunussteiner Weltklimakonferenz sowie zur COP27 (UN-Weltklimakonferenz in Ägypten)

Klimawandel: was uns noch erwartet und was man dagegen tun kann

Die Taunussteiner Weltklimakonferenz ist eine einmalige Gelegenheit für die Bürgerinnen und Bürger von Taunusstein, um sich umfassend über den Klimawandel, seine Folgen und die Möglichkeiten diesen entgegenzuwirken, zu informieren.

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16. November 2022
von AKTE
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Wasser auf der Erde – Vortrag

Vortrag von Prof. Dr. Ing. habil. Martin Wagner – TU-Darmstadt, IWAR-Institut

Vor dem Beginn des Vortrags findet über eine Direktschaltung nach Sharm-El-Sheikh ein Interview mit Yvonne Blos von der Friedrich-Ebert-Stiftung statt. Frau Blos berichtet exklusiv für uns direkt von der Weltklimakonferenz in Ägypten (bis ca. 19:50 Uhr).

Prof. Dr. Ing. Martin Wagner leitet das Fachgebiet Abwassertechnik an der TU Darmstadt. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Abwasserreinigung, Belüftung und Gasförderung, Energie in Kläranlagen sowie semizentralen Ver- und Entsorgungssystemen in schnell wachsenden urbanen Gebieten.

Prof. Dr.-Ing. Wagner geboren 1958 in Oestrich/Rheingau promovierte 1991 und habilitierte 1997 an der TH Darmstadt. Seit 1996 ist er Leiter des Instituts IWAR an der Technischen Universität Darmstadt. 2006 wurde er Prof. hc (honoris causa) an der Qingdao Technological University (China) und 2014 Honorarprofessor an der Tongji University Shanghai (China). Seit 2009 leitet er die Regionalsektion China der German Water Partnership GmbH. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in der Abwasserreinigung, Belüftung und Gasförderung, Energie in Kläranlagen sowie semizentralen Ver- und Entsorgungssystemen in schnell wachsenden urbanen Gebieten.

Website:TU-Darmstadt, IWAR-Institut

16. November 2022
von AKTE
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Klimagaswährung ECO als ökologisches Grundeinkommen und separates Emissions-Preisschild

Präsentation von Jens und Angela Hanson von SaveClimate.Earth e.V.

Dieser Online Vortrag (Zoom-Meeting) mit anschließender Diskussionsrunde geht der Frage nach, wie eine soziale und faire CO2e-Bepreisung als Alternative zu CO2-Steuer und EU-ETS aussehen könnte. Mit der Ergänzungswährung ECO (Earth Carbon Obligation) könnten laut SaveClimate.Earth e.V. Emissionen lückenlos erfasst, transparent abgebildet und gerecht abgerechnet werden. Als ökologisches Grundeinkommen und separates Emissionspreisschild könnte diese Klimagas-Währung demnach der Game Changer in der Klimapolitik werden. Jens und Angela Hanson, Gründer und Vorstand des Klimaschutzvereins SaveClimate.Earth e.V. geben einen Einblick in das von Ihnen entwickelte Konzept und dessen Umsetzung und möchten im Anschluss eine Diskussion anregen und auf offene Fragen eingehen.

https://www.saveclimate.earth

16. November 2022
von AKTE
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Finanzierung Fossiler Energien als Haupttreiber der Klimakatastrophe – Kathrin Petz und Nicole Rath von Urgewald

Vortrag (online zugeschaltet): Kathrin Petz und Nicole Rath – Urgewald.

Urgewald ist seit 30 Jahren eine Anlaufstelle für alle, deren Rechte durch internationale Geldgeber verletzt werden. „Wir sorgen dafür, dass Kleinbauern, Aktivisten gegen Streubomben und Klimaschützer aus aller Welt bei deutschen Firmen und Banken Gehör finden.“

Nicole Rath stieß 2020 zum urgewald-Team dazu, nachdem sie im Sommer zuvor ein Praktikum bei urgewald gemacht hatte. Davor studierte sie Internationale Beziehungen in Brighton, England, wodurch sie gut vernetzt ist in der britischen Klimaszene. Sie arbeite bei Urgewald vor allem zu ausländischen Banken und Investoren und freut sich besonders wenn urgewalds Forderungen von der jeweiligen nationalen Klimabewegung aufgegriffen werden. Kathrin Petz hat sich bei urgewald vor allem durch ihre Broschüre zu der „Schattenseite der KfW“ einen Namen gemacht. Darin stellte sie anhand zahlreicher Beispiel dar, wie die deutsche Staatsbank weltweit Geschäfte finanziert, die zu Menschenrechtsverletzungen und massivem Umweltschaden führen. Darüber hinaus ist Kathrin, bei urgewald seit 2012, regelmäßig stark in die Vorbereitung der Hauptversammlungsarbeit von urgewald eingespannt. Sie steht zudem im regen Kontakt mit Kolleg*innen aus der deutschen Klimaschutzbewegung und ist dadurch eine der wichtigsten „Netzwerkerinnen“ bei urgewald. Kampagnen-, Aktions- und Digitalstrategien gehören ebenso zu Kathrins regelmäßigen Aufgaben. Kathrin Petz und Nicole Rath sind Kampaignerinnen bei Urgewald e.V. für das Thema Finanzierung klimaschädlicher Investitionen. www.urgewald.org

Siehe auch: Neue Kohledatenbank „Global Coal Exit List“ und Global Oil and Gas Exit List (GOGEL)

Aufzeichnung während der „Weltklimakonferenz in Taunusstein“, eine Parallelveranstaltung des Arbeitskreises Taunussteiner-Energiewende AKTE in Taunusstein zur COP27 in Sharm El-Sheik.

15. November 2022
von AKTE
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Steigende Energiepreise erhöhen den Druck zum Energiesparen – Rigobert Zimpfer

Vortrag von Rigobert Zimpfer am 15.11.2022 anlässlich unserer „Weltklimakonferenz in Taunusstein“

Steigende Energiepreise erhöhen den Druck auf HausbesitzerInnen und MieterInnen, Maßnahmen zur Energieeinsparung anzugehen. Im Fokus des Vortrags stehen Maßnahmen, die kostengünstig sind und sich schnell umsetzen lassen. Erläutert werden hilfreiche Tipps und Informationen, wie wir durch unser Nutzerverhalten Einfluss auf unseren Strom- und Heizenergieverbrauch nehmen können und welche kleinen Investitionen dabei helfen können. Auf Fördermöglichkeiten wird hingewiesen.

Die Präsentation liegt hier als PDF vor:

Energiespartipps-Rigobert-Zimpfer-Klimaschutzagentur-Wiesbaden

Download PDF

Rigobert Zimpfer

Klimaschutzagentur Wiesbaden e.V.

Kompetenzzentrum Erneuerbare Energie (kee)

15. November 2022
von AKTE
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Was heißt nachhaltig leben in und um Taunusstein? – Schüler*innen des Gymnasiums Taunusstein präsentieren ihre Projekte zu Artenschutz, Plastik, Insektenhotels und Recycling

Wer von Nachhaltigkeit spricht, meint eine Lebensweise, die naturkonform, ressourcenschonend und sozial gerecht ist, in der also Ökologie, Wirtschaft und Gesellschaft ausbalanciert sind.
Die jungen Leute haben zu Nachhaltigkeit in Informationsmaterialien und an „Tatorten“ in und um Taunusstein geforscht; sie haben Objekte, Poster, Bilder, Powerpoint-Darstellungen und Filme hergestellt, die sie erläutern und zur Diskussion stellen werden.
Im Anschluss an die Präsentationen gibt es eine „philosophische“ Gesprächsrunde mit den Schülern und den Gästen.

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