Taunussteiner Energiewende

AKTE - ArbeitsKreis Taunussteiner Energiewende

Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung Tau­nus­steins in der Bio­sphä­ren­re­gi­on? Ein Kol­lo­qui­um zur Zukunft unse­rer Regi­on: Infor­mie­ren, Mit­re­den, Mit­ge­stal­ten

15. Januar 2018

Bio­sphä­ren­re­gi­on Tau­nus-Rhein-Main in der Dis­kus­si­on

In Wür­di­gung ihres 20jährigen Bestehens im Jahr 2018 ver­an­stal­tet die Loka­le Agen­da 21 Tau­nus­stein am Mon­tag, dem 15. Janu­ar 2018 um 18.00 Uhr im Bür­ger­haus Tau­nus“, Alter Saal, Tau­nus­stein-Hahn, Aar­stra­ße 138 ein öffent­li­ches Kol­lo­qui­um zum The­ma:

Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung Tau­nus­steins in der Bio­sphä­ren­re­gi­on?“

Für Refe­ra­te und Podi­ums­dis­kus­si­on konn­ten wir:

  • Pro­fes­sor Klaus Werk, Hoch­schu­le Gei­sen­heim Uni­ver­si­ty, Bür­ger­stif­tung Unser Land Rhein­gau und Tau­nus,
  • Dag­mar Söder, Bezirks­kon­ser­va­to­rin beim Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge, Bür­ger­stif­tung Unser Land Rhein­gau und Tau­nus,
  • Dr. Wolf­gang Ehm­ke, BUND, Bür­ger­stif­tung Unser Land Rhein­gau und Tau­nus,
  • San­dro Zeh­ner, Bür­ger­meis­ter von Tau­nus­stein

gewin­nen. Sie wer­den auch Fra­gen aus dem Publi­kum beant­wor­ten.

Die Ver­an­stal­tung wird von Han­ne­lo­re Wie­de­mann, Redak­ti­on der Rhein-Main- Pres­se, mode­riert.

Anlass für die Wahl des The­mas ist, dass die Hes­si­sche Lan­des­re­gie­rung zu Beginn des Jah­res 2018 eine Mach­bar­keits­stu­die zur Aus­wei­sung einer Bio­sphä­ren­re­gi­on Tau­nus-Rhein-Main“ in Auf­trag geben will.

Bio­sphä­ren­re­gio­nen sind von der UNESCO aus­ge­wähl­te und aner­kann­te Modell­re­gio­nen, in denen unter ande­rem nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung in öko­lo­gi­scher, aber auch in wirt­schaft­li­cher und sozi­al-kul­tu­rel­ler Hin­sicht exem­pla­risch ver­wirk­licht wer­den soll.

Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung im Sin­ne die­ser Ziel­set­zun­gen strebt die Loka­le Agen­da 21 auch für die kom­mu­na­le Ent­wick­lung an. Die Loka­le Agen­da 21 Tau­nus­stein begrüßt des­halb die Prü­fung der Mög­lich­kei­ten für die Aus­wei­sung einer Bio­sphä­ren­re­gi­on.

Bio­sphä­ren­re­gio­nen haben drei Haupt­funk­tio­nen:

  1. Schutz und Erhal­tung von Land­schaf­ten, Öko­sys­te­men, Arten und gene­ti­scher Viel­falt,
  2. nach­hal­ti­ge wirt­schaft­li­che und sozi­al-kul­tu­rel­le Ent­wick­lung und
  3. logis­ti­sche Unter­stüt­zung für Modell­pro­jek­te, Umwelt­bil­dung, For­schung und Umwelt­be­ob­ach­tung.

In Bio­sphä­ren­re­gio­nen müs­sen im Sin­ne der Schutz- und Erhal­tungs­funk­ti­on min­des­tens 3 % der Flä­che als Natur­schutz­ge­bie­te ohne mensch­li­che Nut­zung (Kern­zo­ne) und min­des­tens 20 % der Flä­che als Pfle­ge­zo­ne mit ange­pass­ter Nut­zung und Bewirt­schaf­tung aus­ge­wie­sen wer­den.

Wäh­rend die vor­ge­schrie­be­ne Aus­wei­sung von Kern- und Pfle­ge­zo­nen zum einen oft als Restrik­ti­on und Nach­teil ange­se­hen wird, trägt aber zum ande­ren die nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung zu einer dau­er­haf­ten Ver­bes­se­rung der Lebens­qua­li­tät bei, und die Kom­mu­nen und Unter­neh­men kön­nen das Qua­li­täts­sie­gel der UNESCO zur Ver­mark­tung in vie­len Berei­chen nut­zen.

Wir gehen davon aus, dass in der Ver­an­stal­tung vie­le wich­ti­ge Aspek­te zur Chan­ce unse­rer Regi­on, eine Modell­re­gi­on zu wer­den, zur Spra­che kom­men und sich dar­aus leb­haf­te Dis­kus­sio­nen ent­wi­ckeln.

Im Anschluss ist bei einem klei­nen Sekt­emp­fang noch Gele­gen­heit das The­ma zu ver­tie­fen und mit den Akteu­ren der Loka­len Agen­da 21 ins Gespräch zu kom­men.

Ver­an­stal­ter: Loka­le Agen­da 21 Tau­nus­stein

In Zusam­men­ar­beit mit: Bür­ger­stif­tung unser Land! Rhein­gau und Tau­nus, Bund für Umwelt und Natur­schutz (BUND), Bür­ger­stif­tung Tau­nus­stein, Stadt Tau­nus­stein. AKTE Tau­nus­stein

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20 Jah­re Loka­le Agen­da 21 in unse­rer Stadt – von Rio nach Tau­nus­stein – vom glo­ba­len Den­ken zum loka­len Han­deln

8. Januar 2018

Taunussteiner Lokale Agenda 21Die Loka­le Agen­da 21 Tau­nus­stein fei­ert 20 Jah­re Agen­da 21 in unse­rer Stadt
Sie­he auch auch unse­ren Ver­an­stal­tungs­hin­weis für den 15. Janu­ar 2018

Vom glo­ba­len Den­ken …

1992 wur­de die Agen­da 21, die mit ihren 40 Kapi­teln alle wesent­li­chen Poli­tik­be­rei­che einer umwelt­ver­träg­li­chen, nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung anspricht, von über 170 Staa­ten als Akti­ons­pro­gramm mit kon­kre­ten Hand­lungs­auf­trä­gen für das 21. Jahr­hun­dert ver­ab­schie­det. Die­ses Hand­lungs­pro­gramm ent­hält Maß­nah­men in zahl­rei­chen Poli­tik­fel­dern, um die Lebens- und Wirt­schafts­wei­se der mensch­li­chen Spe­zi­es zukunfts­fä­hig zu gestal­ten („das 21. Jahr­hun­dert über­le­ben“). Die Agen­da 21 spricht außer den inter­na­tio­na­len Insti­tu­tio­nen und den Natio­nal­re­gie­run­gen alle poli­ti­schen Ebe­nen an; in Kapi­tel 28 der Agen­da 21 wird die Teil­nah­me und Mit­ar­beit der Kom­mu­nal­ver­wal­tun­gen her­vor­ge­ho­ben. Die Städ­te, Gemein­den und ande­re kom­mu­na­le Ein­rich­tun­gen wer­den auf­ge­for­dert, einen Dia­log und die Kon­sul­ta­ti­on mit ihren Bür­ge­rIn­nen auf­zu­neh­men und eine Loka­le Agen­da 21 zu erar­bei­ten.
Die­se wur­de ein­stim­mig von der Tau­nus­stei­ner Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung im Okto­ber 1997 beschlos­sen.

… zum loka­len Han­deln

Nach die­sem Beschluss der Stadt Tau­nus­stein wur­de der Agen­da Pro­zess” gestar­tet und am 29. August 2000 wur­de das umfang­rei­che Agen­da – Hand­lungs­do­ku­ment LA21 für Tau­nus­stein” in Kraft gesetzt.

Es for­dert, Ent­wick­lun­gen in den Berei­chen Wirt­schaft, Sozia­les, Umwelt, Kul­tur etc. so zukunfts­fä­hig zu gestal­ten, dass die Bedürf­nis­se der heu­ti­gen Gene­ra­ti­on befrie­digt, die zukünf­ti­ger Gene­ra­tio­nen aber nicht beein­träch­tigt wer­den. Die Erhal­tung der natür­li­chen Lebens­grund­la­gen, wirt­schaft­li­ches Wachs­tum und sozia­le Gerech­tig­keit sowie die viel­fäl­ti­gen kul­tu­rel­len Wer­te sol­len mit­ein­an­der in Ein­klang gebracht wer­den.

Fol­gen­de Hand­lungs­fel­der wur­den in dem Akti­ons­plan fest­ge­legt:

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